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Tradition

Tibetische Medizin

Die Tibetische Medizin ist eine Schulmedizin mit Universitätscharakter. Da der Buddhismus in Tibet einen große Einfluss hatte, gibt es auch in der Tibetischen Medizin eine starke Einbindung religionsphilosophischer Gedanken.  Die Tibetische Medizin beruht auf einem ganzheitlichen System, in dem Körper  und Geist eine Einheit bilden. Auch die Entstehung von Krankheiten wird vor diesem Hintergrund betrachtet. Eine besondere Bedeutung für die Therapie spielen Heilpflanzen, die auf den Höhen des Himalaja in großer Vielfalt gedeihen.  Zurzeit praktizieren in Europa nur wenige tibetische Ärzte. Die Vorteile der Tibetischen Medizin in den Bereichen Diagnose und Medikation legen eine Öffnung der europäischen Schulmedizin diesen traditionellen Methoden gegenüber nahe.  

 

Tradition

Im 8. Jahrhundert wurde die Tibetische Medizin aus den damals vorherrschenden Medizintraditionen Asiens nach den Lehren Buddhas entwickelt. Die traditionelle indische, chinesische, persische und einheimische Heilkunst Tibets sind in ihr vereinigt. Damit zählt sie zu den ältesten Medizinsystemen der Welt. Bis heute ist sie weitgehend unbeeinflusst von westlichen Medizinströmungen geblieben.  Durch ihre Herkunft zeigt die Tibetische Medizin Ähnlichkeiten mit Ayurveda und dem vorbuddhistischen, religiösen Bön Tibets. Grundlage für die heute praktizierte Tibetische Medizin ist das im 12. Jahrhundert verfasste Grundlagenwerk Dschud-schi (8. Jh.) mit seinen vier Tantra der Medizin. Es beinhaltet Beschreibungen von rund 1600 Krankheiten und Tausenden von Heilmitteln.



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